Über uns:

Wir sind die Fachschaft Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA) sowie die Fachschaft der Klassischen Archäologie des Archäologischen Instituts an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Gemeinsam stellen wir uns gegen die geplante Zerschlagung archäologischer Strukturen an der HU Berlin. Was unter dem Begriff „Neuaufstellung“ diskutiert wird, bedeutet für uns den Verlust gewachsener Studiengänge, wissenschaftlicher Vielfalt und einer über 200 Jahre alten Tradition.

Seit 1810 gehört die Archäologie zur Humboldt-Universität. Generationen von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden haben dieses Fach geprägt und weiterentwickelt. Dass diese Geschichte nun aus Spargründen massiv geschwächt werden soll, nehmen wir nicht widerspruchslos hin.

Mit unserer Initiative wollen wir sichtbar machen, was auf dem Spiel steht – und gemeinsam für den Erhalt der Archäologien an der HU Berlin kämpfen.

Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA) 

 

AKNOA beschäftigt sich mit den Kulturen des Alten Ägyptens und des Sudan – einem der bedeutendsten Ursprungsräume menschlicher Zivilisation.
Mit Carl Richard Lepsius, der als Gründer der modernen Ägyptologie gilt, wurde 1846 der Lehrstuhl Ägypologie an der Friedrich-Wilhelm-Universität (heute HU-Berlin) eingerichtet.

Die Humboldt-Universität forscht seit den 1950er Jahren im Sudan und ist bis heute an bedeutenden archäologischen Grabungen beteiligt, unter anderem in Musawwarat es-Sufra, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Zur Forschung gehören zudem die einzigartige Sudanarchäologische Sammlung und das zugehörige Grabungsarchiv der HU Berlin. 

Mit der geplanten Schließung würde nicht nur ein Studiengang verschwinden, sondern auch ein in Deutschland einzigartiger Forschungsstandort sowie jahrzehntelang aufgebautes Wissen zur Sudanarchäologie verloren gehen. 

Klassische Archäologie

 

Die Klassische Archäologie erforscht die Kulturen der griechischen und römischen Antike sowie deren Einfluss bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen archäologische Spuren wie Städte, Bauwerke und Objekte, anhand derer vergangene Gesellschaften rekonstruiert und verstanden werden. 

Am Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität verbindet das Fach Forschung, Ausgrabungen, digitale Rekonstruktionen, Ausstellungen und moderne Wissensvermittlung. Studierende arbeiten an aktuellen Forschungsprojekten mit, nehmen an Feldforschungen teil und erwerben praxisnahe Kompetenzen in Wissenschaft, Kultur und digitaler Vermittlung. 

Mit der geplanten Umstrukturierung steht damit nicht nur ein traditionsreicher Studiengang auf dem Spiel, sondern auch ein international bedeutender Forschungs- und Ausbildungsstandort der Klassischen Archäologie. 

Stellungnahme der HU

Einsparvorgaben erzwingen Neuaufstellung der Archäologie – Aktualisierte Meldung vom 20. Februar 2026

 

05.03.2026


Die Archäologie soll an der Humboldt-Universität zu Berlin nach Planung des Präsidiums ab Mitte der 2030er Jahre neu aufgestellt werden.  Die massiven Sparvorgaben der Berliner Landesregierung haben Auswirkungen auf alle Bereiche der Universität und zwingen die Humboldt-Universität zu Berlin zu vielen schmerzhaften Maßnahmen. Dazu zählen auch notwendige Veränderungen in einem Traditionsbereich der HU: der Archäologie.  ...